Pflanzliche Reisen durch Japan

Vegane Restaurants Tokio: Jangara und das versteckte Ramen

Vegane Restaurants Tokio — der Tipp, der wirklich hängen geblieben ist, kam von einer Frau, die uns gegenüber saß. Sie zeigte auf die Karte: Karabon. Sie nimmt das immer, sagte sie. Wir haben gehört. Richtige Entscheidung.

Das Hinkommen ist schon ein kleines Erlebnis. Das Restaurant ist so versteckt, dass man beim ersten Mal fast daran vorbeizieht. Ein Aufzug, den man eigentlich nicht nehmen möchte, ein paar Etagen, und dann steht man in einem kleinen, ordentlichen Raum mit Blick auf die Straße darunter.

Veganes Karabon Ramen im Vegan Bistro Jangara Tokio, dunkle scharfe Brühe mit Nudeln, rotem Kohl und Frühlingszwiebeln

Vegane Restaurants Tokio: Jangara finden

Die Adresse stimmt, aber sie reicht nicht. Man sucht, zweifelt, findet schließlich einen Aufzug, bei dem man kurz überlegt, ob man da wirklich rein soll. Rein, rauf, ankommen. Das Restaurant ist klein und sauber, die Küche in Sichtweite, das Personal freundlich ohne Aufhebens darum zu machen.

In kleinen Restaurants hört man mehr: das Kochen, die Bestellungen, wie das Essen die Hände wechselt. Es fühlt sich persönlicher an als in einem großen Lokal.

Vegane Restaurants Tokio: Das Karabon bei Jangara

Das Karabon ist die scharfe Variante des veganen Ramens von Jangara. Die Brühe ist kräftig, die Schärfe baut sich auf, bleibt aber im angenehmen Bereich, zumindest für uns. Man isst durch.

Die Frau, die uns das empfohlen hatte, bekam ihre Bestellung kurz nach uns. Wenige Minuten später lief ihr die Nase. Sie hat trotzdem weiter gegessen. Das sagt mehr als jede Beschreibung.

Dazu Gyoza: knusprig, heiß, schnell weg. Beides bestellen. Der Preis ist für Tokioter Verhältnisse in Ordnung.

Vegane Restaurants Tokio und Harajuku: Was es gibt

Das Vegan Bistro Jangara liegt in Harajuku. Die Takeshita Street ist ein paar Minuten entfernt, einen Besuch wert, wird aber schnell voll. Wer es ruhiger mag, geht die Omotesando entlang: breite Gehwege, interessante Architektur, weniger Gedränge.

Der Yoyogi Park ist zu Fuß gut zu erreichen und deutlich ruhiger, als man es von einem Tokioter Park erwarten würde. Man setzt sich irgendwo hin, lässt die Füße baumeln und merkt nach einer Weile, dass man gar nicht mehr weiter will. Ein guter Ort, um einfach nichts zu tun.

Der Meiji-Schrein liegt direkt am Parkrand, aber der Weg dorthin ist schon das eigentliche Erlebnis. Kurz abgebogen vom Hauptpfad, und man steht in einem Wald. Hohe Bäume, Vogelstimmen, manchmal Tiere, die sich zwischen den Büschen bewegen. Der Stadtlärm fällt weg, von einem Moment auf den anderen. Am Schrein angekommen, ist das Gefühl, mitten in einer der größten Städte der Welt zu stehen, längst verschwunden. Der Wald schottet alles ab.

Wer vegane Restaurants Tokio jenseits von Jangara sucht: unser Artikel über das vegane Izakaya Masaka in Shibuya lohnt sich. Wer danach nach Kyoto weiterreist, findet im Guide zu veganen Restaurants in Kyoto viele weitere Tipps.

Vegane Restaurants Tokio: nochmal hingehen?

Ja. Jangara gehört zu den vegane Restaurants Tokio, die man einmal erlebt haben sollte. Das Karabon ist es wert. Wer vor der Reise noch wissen möchte, wie man in Japan generell vegan isst, findet das Wichtigste im Grundlagenartikel über veganes Reisen in Japan.

Vegan Bistro Jangara in Harajuku: den Aufzug nehmen, das Karabon bestellen.