Manche Stadtteile passen einfach. Asakusa ist so einer, und wenn ich an vegane Restaurants Tokio denke, fallen mir zuerst die Orte hier ein. Dieser Guide zu vegane Restaurants Tokio konzentriert sich auf einen Tag in Asakusa. Nicht weil sie die aufwendigsten wären, sondern weil sie zum Viertel passen. Lebendig, dicht, und mit dem Charme eines Stadtteils der weiß wer er ist.
Das hier ist mein Tag in Asakusa als Veganer. Genau so, und mehr als einmal.
Morgen: Tarot-Karten, Matcha und Küchenmesser
Café Tarot
Der Morgen beginnt früh. Café Tarot öffnet um 7:30 Uhr und der Frühstücksslot lohnt sich. Das Konzept klingt erstmal kitschig: zur Bestellung bekommt man einfach eine Tarot-Karte dazu, und kann in einem kleinen Heft nachlesen was sie bedeutet. Ob man daran glaubt oder nicht spielt keine Rolle. Es gibt dem Morgen etwas, das schwer zu beschreiben ist.

Das vegane Egg-Sando ist mein fixer Punkt hier. Irgendwann habe ich aufgehört einen Unterschied zu schmecken. Gleiche Textur, gleicher Geschmack wie ein normales Eiersandwich. Ob das an der Gewöhnung liegt oder daran dass ich keinen direkten Vergleich mehr habe, weiß ich nicht. Aber es spielt keine Rolle mehr.


Café Tarot liegt technisch gesehen in Asakusabashi, etwa 15 Minuten Fußweg vom Senso-ji. Ich nutze diesen Weg als ruhigen Morgenspaziergang bevor das Viertel voller wird.
Kappabashi Street und Sensing Touch of Earth

Von Asakusabashi geht es weiter durch die Kappabashi-Straße Richtung Asakusa. Das ist der Großhandelsbereich für Restaurantausstattung in Tokio, aber für Besucher einer der interessantesten Einkaufsstreifen der Stadt. Japanische Messer in jeder Ausführung, Lackschalen, Keramik, Ramen-Schüsseln. Dinge, die man wirklich mit nach Hause nehmen möchte.
Meine persönliche Schwäche hier sind die Backabteilungen. Es gibt Backformen und Backutensilien in jeder erdenklichen Ausführung: Ausstechformen für Plätzchen, Brotbackformen, Madeleine-Förmchen, kleine Gugelhupfformen, Minikuchenformen für die ich keinen wirklichen Anlass habe und trotzdem kaufe. Man plant eine halbe Stunde ein und braucht das Doppelte.

Mittendrin lohnt sich ein Stopp bei Sensing Touch of Earth. Ein kleines, ruhiges Café mit sehr gutem Matcha, der auf Wunsch mit Hafermilch serviert wird. Ein angenehmer Moment zwischen all dem Einkaufen.
Vegane Restaurants Tokio: Mittagessen bei Marugoto Vegan Dining
Marugoto Vegan Dining Asakusa ist vollständig pflanzlich. Das Restaurant ist sehr klein, aber das Personal ist ausgesprochen freundlich und das Curry ist sehr gut. Wenn das Wetter mitspielt gehe ich vorher oder nachher am Sumida-Fluss entlang. Ein paar Minuten flussabwärts liegt die Brücke, die in Wim Wenders Film Perfect Days zu sehen ist. Keine klassische Sehenswürdigkeit, nur eine Betonbrücke über den Fluss. Wer den Film kennt versteht warum es sich trotzdem lohnt.
Aktuelle Bewertungen findet man bei Marugoto auf HappyCow.
Nachmittag: Senso-ji und das Viertel drum herum

Nach dem Mittagessen geht es Richtung Senso-ji. Das Tempelgelände ist mehr als einen kurzen Blick wert. Direkt daneben liegt der Asakusa-Schrein, ruhiger und wirklich schön. Die kleinen Stände und Gassen in diesem Bereich haben ein anderes Tempo als die Nakamise-dori.
Wer Tempelstempel sammelt: Hier kann man ein Goshuin-sho kaufen, das Buch zum Sammeln der Stempel. Der Stempel des Senso-ji selbst ist wunderschön. Die Schlange dafür ist allerdings sehr lang. Entweder genug Zeit einplanen oder den ersten Stempel an einem Tempel mit kürzerer Wartezeit holen.
Wer zwischendurch nochmal Hunger bekommt: Hatoya’s Vegan Fruit Sandwiches liegt nicht weit vom Schrein, vegane Frucht-Sandwiches mit pflanzlicher Sahne, geöffnet von 11 bis 16 Uhr. Kanmi Mitsuya in der Nähe macht frische Shiratama-Mochis mit Kuromitsu oder Kinako, von Natur aus pflanzlich. Beide einen Besuch wert falls noch Platz ist.

Beliebt, aber selbst nie ausprobiert
Kimono-Verleih und Rikscha-Fahrten sind im Viertel sehr präsent. Ich habe beides nie gemacht, aber es wirkt wie eine schöne Möglichkeit das Viertel zu erleben wenn man darauf Lust hat.
Abend: Veganic Monkey Magic — vegane Restaurants Tokio

Dieser Abend braucht Planung, und eine kleine Vorwarnung: Die Besitzerin kocht als Affe verkleidet. Das klingt absurd und ist es auch ein bisschen, aber das Essen ist fantastisch. Ein 10- bis 14-gängiges veganes Kaiseki-Menü basierend auf dem was diese Woche saisonal verfügbar ist, serviert an acht Gästen in einer kleinen Herberge. Etwa 5.000 Yen pro Person. Das kleine Sake-Tasting dazu lohnt sich.





Geöffnet nur donnerstags bis samstags, Reservierung Pflicht. Verfügbarkeit prüfen bevor man den Rest des Tages drum herum plant.
Noch mehr vegane Restaurants Tokio in Asakusa
Falls Monkey Magic am eigenen Reisetag nicht verfügbar ist: Vegan Izakaya Nowhere hat im Dezember 2024 in der Nähe des Tokyo Skytree eröffnet und ist ebenfalls komplett vegan. Vegan Eat Tokyo bietet täglich japanisch-italienische Fusionsküche in Asakusa an. Vegan Eat Tokyo auf HappyCow.
Wer zum ersten Mal in Japan als Veganer:in unterwegs ist, findet im Guide zu vegan in Japan einen guten Einstieg. Für Konbini-Stopps zwischendurch hilft der vegane Konbini-Guide.
Wo übernachten nahe dieser vegane Restaurants Tokio
Das Gebiet zwischen dem Asakusa-Schrein und Asakusabashi eignet sich gut als Ausgangspunkt für diesen Tag. Hotels und Hostels hier sind verhältnismäßig günstig, die Lage ist ruhig und die Anbindung ist sehr gut. Mehrere Bahn- und U-Bahnlinien bringen einen schnell in fast alle Teile der Stadt. Asakusa ist eine gute Basis wenn man vegane Restaurants Tokio in diesem Teil der Stadt erkunden will. Alle vegane Restaurants Tokio in diesem Guide wurden persönlich besucht. Wer vegane Restaurants Tokio über Asakusa hinaus sucht, findet auf HappyCow die vollständigste Übersicht. Dieser Guide zeigt die besten vegane Restaurants Tokio in Asakusa — ein Viertel, ein ganzer Tag.
