Pflanzliche Reisen durch Japan

Japan Reise als Veganer: 15 Tage in Tokyo, Kyoto und Osaka

Diese Japan Reise als Veganer hat mich länger beschäftigt als ich dachte. Nicht weil Japan schwierig wäre, das ist es nicht, wenn man weiß wo man schaut. Sondern weil die meisten Itineraries entweder zu vollgestopft sind oder die Details ignorieren, die am Ende entscheiden: welche Märkte an welchem Tag stattfinden, ob die Restaurants noch existieren, und ob die Route geografisch überhaupt Sinn ergibt. Was unten steht, geht auf all das ein: fünfzehn Tage Japan Reise als Veganer, die funktioniert. Fünfzehn Tage, ein Tempo das nicht erdrückt, Restaurants die ich persönlich kenne, und eine Marktplanung ohne unnötige Umwege. Tokyo sechs Nächte, Kyoto fünf, Osaka zwei, dann eine letzte Nacht in Tokyo vor dem Heimflug.

Ich bin diese Route in verschiedenen Varianten mehrfach gefahren, zuerst mit meiner Partnerin, dann ein paarmal alleine. Was sich zwischen den Reisen verändert hat: die Details. Welche Restaurants sich noch lohnen, welche Märkte wirklich in die Route passen, und welche Tage einfach langsamer sein müssen. Was unten steht, ist die Version, die sich bewährt hat, und das was ich als meine Japan Reise als Veganer weitergeben würde. Für alle die eine vegane Japanreise planen: das ist die Version, die sich bewährt hat.

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Die Route auf einen Blick

Tokyo
Tage 1-6
1Ankommen · einleben
2Yanaka · Ueno Park
3Oedo Antikmarkt · Ginza
4Shimokitazawa · Nakameguro
5Tagesausflug: Nikko
6Shinjuku Gyoen · Golden Gai
Kyoto
Tage 7-11
7Nishiki · Kamo River · Gion
8Arashiyama
9Philosophenweg · Higashiyama
10Kamigamo Handwerksmarkt
11Tagesausflug: Uji · Matcha
Osaka
Tage 12-13
12Osaka Castle · Dotonbori · Shinsekai
13Tagesausflug: Nara
🚄 Tag 14: Osaka-Morgen · Shinkansen zurück nach Tokyo
Tag 15: Abflug von Narita oder Haneda

Flohmarkt
Natur / Ausflug

Diese Japan Reise als Veganer hält drei Stadtblöcke fest: sechs Nächte Tokyo, fünf in Kyoto, zwei in Osaka. Alles innerhalb eines Blocks ist verschiebbar. Die Tagnummern dieser Japan Reise als Veganer sind ein Vorschlag, keine starre Abfolge. Die Tage innerhalb von Tokyo und innerhalb von Kyoto lassen sich beliebig tauschen, je nachdem wie die eigenen Reisedaten liegen. Das ist die Grundstruktur, die jede vegane Japanreise tragfähig macht.

Das Einzige das sich lohnt vorab zu planen: die Flohmärkte. Oedo in Tokyo findet am 1. und 3. Sonntag des Monats statt. Welcher dieser Sonntage fällt in den Tokyo-Aufenthalt? Diesen Tag dort einsetzen. Kamigamo in Kyoto läuft am 4. Sonntag des Monats, gleiche Logik. Ein Freitagsstart lässt beide automatisch auf Tag 3 und Tag 10 fallen, aber jeder andere Starttag funktioniert genauso mit einem kurzen Blick in den Kalender. Toji (21. des Monats) und Kitano Tenmangu (25.) sind wochentag-unabhängig, einfach prüfen ob das Datum in die Kyoto-Tage fällt. Zur Saison: Kirschblüten Ende März bis Anfang April, Herbstfarben ab Mitte Oktober in Nikko und Anfang November in Kyoto.

Tokyo Karte Japan Reise als Veganer - Tage 1-6

Tokyo: Tage 1-6

Tag 1 Ankommen und fast nichts tun

Langstreckenflüge nach Tokyo landen meistens morgens oder frühmittags, und der Impuls den ersten Tag noch voll zu nutzen ist fast immer falsch. Einchecken, Koffer abstellen, eine Stunde zu Fuß durch das Viertel laufen, und dann gut sein lassen. Mehr braucht der erste Tag wirklich nicht. Der erste Tag einer Japan Reise als Veganer sollte genau so aussehen.

Abendessen bei T’s TanTan im Tokyo Station, Keiyo Street, direkt im Bahnsteigbereich. Komplett vegan, bis spät geöffnet, Ramen und Donburi, beides verlässlich. Der Ort ist für genau diesen Moment gemacht: müde angekommen, keine Energie mehr irgendwo hinzusuchen.

Tag 2 Yanaka: das alte Tokyo, noch immer lebendig

Yanaka ist das Shitamachi-Viertel, das die Erdbeben und den Wiederaufbau überlebt hat. Enge Gassen, Ziegeldächer, Handwerksläden, Katzen auf Mauern. Die Yanaka Ginza ist die kurze Einkaufsstraße mittendrin, ungehetzt auf eine Art die in Tokyo selten ist.

Nezu Shrine zehn Minuten zu Fuß: ein kleiner Torii-Tunnel, kaum Besucher, das Gefühl eines Geheimnisses auch wenn er auf jeder Karte steht. Ebenfalls einen Umweg wert: der Yanaka-Friedhof. Klingt seltsam, ist aber einer der ruhigsten Spaziergänge der Stadt: alte Gräber unter großen Bäumen, kein Verkehrslärm. Den Morgen hier verbringen, dann zurück und Beine schonen. Die Woche hat noch viel Laufpensum vor sich.

Wer nach Yanaka noch Kapazität hat: der Ueno Park liegt zehn Minuten zu Fuß südlich. Am nördlichen Ende des Parks befindet sich das Tokyo National Museum, eines der besten Museen Asiens für japanische Kunst und Antiquitäten. Zwei Stunden reichen dort gut, ein ganzer Tag ist nicht nötig. Ruhige Tage wie dieser sind in einer Japan Reise als Veganer absichtlich eingebaut. Den Park selbst lohnt es sich langsam zu durchqueren, und Ende März stehen die Kirschbäume entlang des Hauptwegs unter den meistfotografierten in ganz Tokyo.

Abendessen bei Ain Soph Journey in Shinjuku, eine der besseren veganen Fine-Dining-Adressen der Stadt. Reservierung unbedingt vorher machen.

Tag 3 Oedo Antikmarkt + Ginza

Oedo Antique Market, Tokyo International Forum, Yurakucho
1. und 3. Sonntag · 9-17 Uhr · freier Eintritt
Größter Antikmarkt Tokios: Keramik, Möbel, Textilien, Lackwaren, Vintage-Schmuck. Echte Händler, keine Touristenware.

Zur Öffnung dort sein, wenn man etwas Bestimmtes sucht. Gegen 10:30 Uhr füllt sich der Markt. Ich habe hier einige meiner besten Funde gemacht, meistens kleine Keramiken und alte Lackschalen. Kein Ort zum Hetzen.

Nachmittag: Hamarikyu Gardens, kurzer Fußweg südlich des Forums. Alter Feudalgarten der sich zur Bucht öffnet, Teehaus mit Blick aufs Wasser (Matcha mit Aussicht, 200 Yen). Dann kurz durch Ginza: Itoya (neun Etagen Schreibwaren und Design, seit 1904, oft voll aber einmalig), Uniqlo Flagship. Abendessen bei Komeda Higashiginza, vegane Variante der Komeda Coffee Kette, entspannte Kaffeehausatmosphäre, keine Reservierung nötig.

Tag 4 Shimokitazawa + Nakameguro

Shimokitazawa am Vormittag. Tokios Alternativviertel: Vintageläden neben Live-Musik-Clubs, vegane Cafés in Seitengassen, Buchläden mit handgeschriebenen Empfehlungen. Man kommt mit Plan für eine Stunde und geht drei Stunden später. Einer der lockereren Tage auf dieser Japan Reise als Veganer.

Nakameguro am Nachmittag. Am Meguro-Fluss entlanggehen. Im März hängen die Kirschbäume von beiden Seiten über den Kanal und das ganze Ufer verwandelt sich in etwas anderes. Direkt am Kanal: das Sakura Museum. Klein, stimmungsvoll, steht in keinem gängigen Reiseführer. Eine persönliche Empfehlung, die ich über viele der üblicheren Sehenswürdigkeiten stellen würde.

Abendessen: Vegan Bistro Jangara in Harajuku. Von Nakameguro aus 15 Minuten mit der Hibiya Line. Veganes Izakaya-Konzept. Wer mehr über die Izakaya-Erfahrung in Japan wissen möchte, findet dazu mehr im Izakaya Masaka Artikel auf diesem Blog.

Tag 5 Tagesausflug Nikko

Nikko Nationalpark, 2 Std. von Tokyo (Tobu Nikko Line ab Asakusa, ca. 1.400 Yen)
UNESCO-Schreine, alte Zedernwälder, 97-Meter-Wasserfall. Weniger bekannt als Kyoto und deshalb deutlich weniger überlaufen.

Nikko wird von vielen übergangen weil es weder Kamakura noch Kyoto ist. Das spricht dafür. Kegon-Wasserfall (freie Aussichtsplattform), rote Shinkyo-Brücke über den Daiya-Fluss, Tosho-gu Schrein mit seinem UNESCO-Komplex, Waldpfade dazwischen. Im Oktober hat Nikko die schönste Herbstfärbung der Tokioter Umgebung, früher als Kyoto. Im März ist es ruhiger und unter den alten Zedern trotzdem sehenswert.

Die Tobu Nikko Line endet in Asakusa. Auf dem Rückweg dort aussteigen und zu Vegan Ramen UZU laufen, direkt ums Eck vom Bahnhof. Ramen nach einem langen Ausflugstag ist genau das Richtige.

Tag 6 Shinjuku Gyoen + letzter Tokyo-Abend

Shinjuku Gyoen: 58 Hektar Park mit französischem Formalgarten, englischer Landschaftspartie, japanischem Traditionsgarten und einem Gewächshaus. Im März beginnen hier die Kirschblüten. Einer der wenigen Orte in zentralem Tokyo wo die Stadt tatsächlich still wird. Ein paar Stunden einplanen.

Nachmittag: Bookoff Shinjuku für Secondhand-Bücher, CDs, Games, oder Harajuku entlang der Cat Street für Vintage. Abendessen bei Soup Stock Tokyo in LUMINE Shinjuku, direkt im Bahnhofskomplex. Vegane Suppenoptionen, unkompliziert. Danach: Golden Gai. Labyrinth aus winzigen Bars in Shinjuku, jede mit Platz für zehn Leute. Eine mit offener Tür finden, reinsetzen, ein Bier. Kein weiterer Plan nötig. Damit ist der Tokyo-Teil dieser Japan Reise als Veganer abgeschlossen.

🚄 Shinkansen Nozomi · Tokyo → Kyoto · 2 Std. 20 Min. · ca. 13.800 Yen (mit JR Pass inklusive)
Kyoto Karte Japan Reise als Veganer - Tage 7-11

Kyoto: Tage 7-11

Fünf Nächte ist die richtige Menge für das, was diese vegane Japan Reise in Kyoto abdeckt.

Tag 7 Nishiki Markt, Kamo River, Gion

Ankunft mittags, einchecken, ruhig angehen. Nishiki Markt ist eine überdachte Einkaufsstraße fünf Blocks von Kawaramachi: frischer Tofu, Yuba, Tsukemono, Miso, Lackladen. Schmal, nachmittags voll, aber ein guter erster Eindruck davon wie Kyoto einkauft. Der Tofu-Stand in der Mitte verkauft frische Blöcke zum Stehessen. Ein guter Einstieg in die Kyoto-Tage einer Japan Reise als Veganer.

Kamo River spätnachmittags: von der Shijo-Brücke aus nach Norden oder Süden laufen. Kyotos Bevölkerung sitzt auf den Steinstufen am Ufer, liest, isst Bento, schaut aufs Wasser. Es fühlt sich nicht wie eine Sehenswürdigkeit an. Genau das ist der Punkt. Einer der Orte, die erklären warum Menschen hierher ziehen.

Gion nach 18 Uhr. Hanamikoji-Straße langsam durchgehen. Holzfassaden, Papierlampen von innen beleuchtet, gelegentlich eine Maiko die schnell in die andere Richtung läuft. Vor 17 Uhr ist es eine normale Touristenstraße. Nach Einbruch der Dunkelheit wird es zu sich selbst. Abendessen bei Mumokuteki Café and Foods, komplett vegan, traditionelle Kyotoer Küche, zehn Minuten von Gion.

Tag 8 Arashiyama: früh aufstehen

Hinweis: Der Bambushain vor 7:30 Uhr ist eine andere Erfahrung als der nach 11 Uhr. Leer, still, das Licht schräg durch die Halme. Danach füllt er sich schnell. Wecker stellen.

Tenryu-ji liegt direkt neben dem Bambushain. UNESCO Zen-Garten, ca. 600 Yen Eintritt. Eine Stunde dort bevor die Reisegruppen kommen. Dann das Sagano-Flusstal: am Oi-Fluss entlang nach Süden spazieren. Die Togetsukyo-Brücke im späten Nachmittagslicht queren und irgendwo hinsetzen. Arashiyama ist der naturintensivste Tag auf dieser Japan Reise als Veganer.

Mittag oder früher Nachmittag: Hobodo Cafe in Kyoto. Sehr gut, aber sehr spezifische Öffnungszeiten. Vor dem Tag überprüfen und das Timing darauf abstimmen, nicht umgekehrt.

Tag 9 Philosophenweg + Higashiyama

Vorher: Onigiri von Ao Onigiri am nördlichen Ende des Philosophenwegs mitnehmen. Frisch gewickeltes Onigiri in Nori, mehrere vegane Füllungen. Auf einer der Bänke entlang des Kanals essen. Im März Kirschblüten über dem Wasser. Im Oktober erste Herbsttöne.

Der Philosophenweg (哲学の道) ist ein zwei Kilometer langer Kanalweg nach Süden. Am Ende: Eikan-do Zenrin-ji. Im Tempelkomplex führt die Garyūrō Spiraltreppe hinauf zu einem offenen Balkon mit Blick über die Osthügel Kyotos. Einer der stillsten Aussichtspunkte der Stadt und in den wenigsten Reiseführern. Dann Nanzen-ji kurz dahinter: das riesige Sanmon-Tor und das fast römisch wirkende Aquädukt das durch das Tempelgelände verläuft, was die meisten überrascht.

Tag 9 ist der längste Lauftag dieser Japan Reise als Veganer. Wenn die Beine noch wollen: Higashiyama-Gassen am späten Nachmittag. Ninenzaka und Sannenzaka für Keramik, Textilien, gute Teeläden. Der gesamte Weg vom nördlichen Ende des Philosophenwegs bis ans Ende der Sannenzaka ist gut sieben Kilometer zu Fuß. Abendessen: Nijiya, kleines veganes Izakaya in Kyoto, bekannt für vegane Yakitori. Plätze werden über die Schlange vergeben. Vor Öffnungszeit dort sein. Einmal drinnen: alles bestellen.

Bonusmärkte: Wenn Tag 9 auf den 21. des Monats fällt, stattdessen Toji Kobo-san Markt (6-17 Uhr, über 1.200 Stände, Japans größter Tempelflohmarkt). Philosophenweg dann auf Nachmittag Tag 10 verlegen. Wenn Tag 9 der 25. des Monats ist: Kitano Tenmangu Markt, kleiner, intimer, Antiquitäten und Vintage-Kimono. Lohnt sich beim Buchen kurz zu prüfen.

Tag 10 Kamigamo Handwerksmarkt

上賀茂手づくり市 / Kamigamo Tedukuri-ichi
Jeden 4. Sonntag · 9-15 Uhr · Kamigamo-Schrein (UNESCO)
Bis zu 220 Stände, ausschließlich Handgemachtes. Keramik, Schmuck, Textilien, Holzarbeiten, Gebäck. Breiter Kiesweg entlang einem Bach, Schreingebäude im Hintergrund. Einer der schönsten Marktorte in Japan.

Hier Zeit lassen. Das Gelände allein ist den Besuch wert. Nach 15 Uhr ist der Nachmittag frei. Abendessen: Izakaya Masaka, vegane Izakaya-Küche in Kyoto. Einen ausführlicheren Artikel dazu gibt es bereits auf diesem Blog: Veganes Izakaya in Tokyo und Kyoto. Kamigamo ist einer der Gründe für fünf Kyoto-Nächte auf dieser Japan Reise als Veganer.

Tag 11 Tagesausflug Uji: Tee, Tempel, Matcha

Uji, 30 Min. südlich mit der JR Nara Line (ab Kyoto Station, ca. 240 Yen)
Byodoin-Tempel (UNESCO, auf der 10-Yen-Münze), Ujigami-Schrein, der Uji-Fluss und mehr Matcha als man an einem Tag vernünftigerweise schafft. Gerade eines der beliebtesten Tagesausflugsziele von Kyoto.

Fast ausschließlich von Tee lebt die kleine Stadt Uji. Seit Jahrhunderten baut die Region hier Matcha an, und die Läden entlang der Ujibashi-dori nehmen das ernst. Zuerst Byodoin: die Phönix-Halle spiegelt sich im Teich davor und ist eines der wenigen Motive in Japan, das die Touristenfotos nicht übertreiben. Früh hingehen. Ujigami-Schrein liegt zehn Minuten östlich, kleiner, ruhiger, ebenfalls UNESCO.

Danach die Teestraßen. Tsuen Tea, eines der ältesten Teehäuser Japans, ist der richtige Ort für eine ordentlich zubereitete Matcha-Schale. Zum Essen: Matcha-Soba ist der lokale Standard, aber vor der Bestellung nach Dashi fragen, die Fischbrühe steckt oft im Sud auch wenn das Gericht sonst vegan aussieht. Warabi Mochi mit Matcha-Pulver gibt es an Ständen entlang der ganzen Hauptstraße und ist fast immer vegan. Ehrliche Empfehlung: eines der besseren Dinge dieser Reise. Vegane Hauptgerichte sind in Uji rar, ein Bento aus Kyoto einzupacken oder am Kyoto Station etwas mitzunehmen ist die praktischere Lösung.

Letztes Kyoto-Abendessen: Gion Soy Milk Ramen Uno Yukiko. Sojamilch-Brühe, Gion-Lage. Ein guter Abschluss für den Kyoto-Teil dieser Japan Reise als Veganer.

🚃 Hankyu Rapid · Kyoto → Osaka · 28 Min. · ca. 430 Yen
Osaka Karte Japan Reise als Veganer - Tage 12-15

Osaka: Tage 12-15

Zwei Nächte Osaka schließen diese vegane Japanreise ab, bevor es mit dem Shinkansen zurück nach Tokyo geht.

Tag 12 Osaka: Castle Park, Dotonbori, Shinsekai

Einchecken und dann gleich raus. Osaka Castle Park am Morgen: den Wassergraben umrunden, das Gelände durchqueren, von der breiten Steinmauer über den Park schauen. Das Innere des Schlosses braucht es nicht unbedingt, der Park darum hält die Besucher gut verteilt und gibt Platz zum Atmen.

Nachmittag im Dotonbori. Die Kanalstraße ist laut, neonbeleuchtet und macht aus beidem keinen Hehl. Langsam durchlaufen: Glico-Mann, die überdachte Namba-Shotengai-Arkade, Takoyaki-Duft von jeder zweiten Bude. Abend in Shinsekai, dem Retroviertel aus den 1920ern, wo das Neon alt genug ist um echt zu wirken. Die Osaka-Tage dieser Japan Reise als Veganer sind kurz, aber das ist Absicht. Abendessen: Papachan, vegane Ramen im Dotonbori-Bereich.

Tag 13 Nara: Rehe, Tempel, Stille

Nara Park, 45 Min. von Osaka (Kintetsu Nara Line, ca. 580 Yen)
Rehe laufen frei durch den Park. Sie laufen frei durch den Park, kommen von allein wenn man ihnen Zeit lässt. Der Park ist großzügig und trotz der Besucher ruhig.

Todai-ji am nördlichen Ende des Parks ist die größte Holzkonstruktion der Welt, und allein der Zugangsweg durch die Steinlaternen lohnt sich auch ohne Eintrittskarte. Nara ist der letzte Tagesausflug auf dieser Japan Reise als Veganer. Vegane Hauptgerichte sind dort rar, Konbini-Onigiri (Umeboshi oder Kombu) löst das Mittagessen unkompliziert. Abends zurück in Osaka: Amerika-Mura für Vintage-Läden, dann Abendessen bei Palnuts, veganes Café in Osaka.

Tag 14 Osaka am Morgen, Shinkansen nach Tokyo

Langsamer Morgen. Vor der Abreise: OKO Takoyaki macht vegane Takoyaki, was von den wenigsten Orten behauptet werden kann. Shinkansen Nozomi von Shin-Osaka nach Tokyo, ca. 2,5 Stunden. Ankunft am Nachmittag. Letzter Tokyo-Abend, kein Programm nötig.

Tag 15 Abflug

Narita (NRT) ist mit dem Narita Express ab Shinjuku in etwa einer Stunde erreichbar, Haneda (HND) mit dem Tokyo Monorail ab Hamamatsucho in 30 Minuten. Wer nachmittags fliegt, hat noch Zeit für einen letzten Spaziergang durch Asakusa oder ein ruhiges Frühstück in der Nähe. Dann fertig.

Japan Reise als Veganer: Was man wirklich planen muss

Was eine vegane Japan Reise gelingen lässt, sind ein paar Dinge, die die meisten Reiseführer überspringen. Japan ist kein veganer Alptraum. Es braucht Vorbereitung, aber keine übermäßige. Das größte unsichtbare Hindernis ist Dashi, eine Fischbrühe die in vielen Suppen, Saucen und Gemüsegerichten steckt die sonst aussehen als wären sie vegan. Wie man damit umgeht und was man sagen kann, steht ausführlich im Vegan in Japan Artikel auf diesem Blog. Was im Konbini tatsächlich vegan ist, findet sich im Konbini-Guide.

Wer eine Japan Reise als Veganer in dieser Länge gut vorbereitet, hat auf der Reise selbst deutlich weniger Stress. Zwei Dinge lohnen sich vorab zu klären: Shinkansen-Tickets und eine oder zwei Restaurantreservierungen. Ein Satz der sich lohnt auf dem Handy zu haben: Watashi wa niku mo sakana mo tabemasen, zu Deutsch: Ich esse weder Fleisch noch Fisch. Alternativ eine vegane Restaurantkarte auf Japanisch. Beides funktioniert zuverlässig.

Für die Shinkansen-Strecken dieser Japan Reise als Veganer: Tokyo nach Kyoto und zurück kostet zusammen ca. 27.600 Yen. Ein 14-Tage Japan Rail Pass deckt beide Strecken und den Nikko-Ausflug ab, und für eine Japan Reise als Veganer auf dieser Route kommt er meistens zumindest auf null.

Alle Restaurants auf dieser Japan Reise als Veganer habe ich selbst besucht oder aus direkten Empfehlungen. Falls sich etwas geändert hat: HappyCow ist die verlässlichste Ressource für vegane Alternativen in japanischen Städten. Die Grundstruktur dieser Japan Reise als Veganer hält, auch wenn sich einzelne Adressen ändern. Wer eine vegane Japanreise oder vegane Japan Reise plant, kann diese Route als Vorlage nehmen und anpassen.